ADS / ADHS Informationen und Tipps der Drogerie im Telli AarauHierbei handelt es sich um eine Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung. Sie beginnt meist im Kindesalter und betrifft deutlich mehr Jungen als Mädchen. Die Symptome sind: leichte Ablenkbarkeit, geringes Durchhaltevermögen, überschiessende Impulsivität und oft extreme Unruhe. Nicht jedes hyperaktive Kind muss dauernd zappeln, aber alle Kinder fallen aus dem Rahmen, sowohl in der Schule, als auch im häuslichen Umfeld. Meist ist ihr Verhalten störend und die Betroffenen, Eltern und ihre Angehörigen, stehen unter erheblichem Druck. Versagen in der Schule oder im Beruf sowie die Entwicklung von weiteren psychischen Störungen sind häufig.

 

Die Ursachen sind vielfältig und nicht klar definiert. Bestimmt ist ein Teil auf die Reizüberflutung durch ein Überangebot an Informationen, Kommunikation und medialen Reizen wie Fernsehen, Computer und Mobiltelefone zurückzuführen. Auch die immer häufiger vorzufindende Strukturlosigkeit in Familie, Schule und Gesellschaft unterstützen die Krankheit. Die psychosozialen Aspekte stehen im Vordergrund und es wird selten über einen Zusammenhang mit einer Stoffwechselerkrankung diskutiert. Andrerseits spricht man von einer Fehlfunktion im Frontalhirn. Dort findet die Regulation bzw. das Zusammenwirken von Motivation, Wahrnehmung, Emotion und Bewegungsverhalten statt. Diese Störung wird zu einem Teil vererbt oder während der Schwangerschaft erworben.

Das menschliche Gehirn besteht zu einem Teil aus langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Sie sind nicht nur Bestandteil der Zellmembranen im Gehirn, sondern spielen auch eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Nervensystems und der Weiterleitung von Informationen zwischen den Nervenzellen. Sie sind besonders wichtig, wenn neue Informationen (z.B. lernen) verarbeitet, oder neue Situationen bewältigt werden müssen. Diese lebenswichtigen Fettsäuren kann unser Körper nicht selbst bilden und daher müssen wir sie über die Ernährung zuführen.

In Zusammenhang mit ADS / ADHS werden auch Schwermetallbelastungen und Ernährungsfehler diskutiert.

HEILPFLANZEN

  • Taigawurzel: stärkt Körper und Geist, macht widerstandsfähiger, erhöht Toleranzschwelle
  • Melisse: beruhigt bei nervösen Beschwerden
  • Ginkgo: durchblutungsfördernd, fördert die Konzentration
  • Lavendel: bei Unruhe und Schlaflosigkeit
  • Passionsblume: leicht krampf- und angstlösend, bei Nervosität

SPAGYRIK

  • Eleutherococcus (Taigawurzel): stabilisiert Wirkung bei körperlichen und psychischen Stresssituationen
  • Ginkgo (Tempelbaum): fördert die Durchblutung
  • Marum verum (Katzenkraut): bei Reizüberflutung und Unruhe
  • Piper methysticum (Kava Kava): bei Angst und Spannungszuständen
  • Gelsemium (wilder Jasmin): bei Angst
  • Chamomilla (Kamille): krampflösend, beruhigen.

BIOCHEMIE NACH DR. SCHÜSSLER

  • Nr. 2 Calcium phosphoricum D6: wichtiges Grundmittel für Kinder und Jugendliche; Zellaufbau
  • Nr. 5 Kalium phosphoricum D6: Nervenmittel, bei geistiger Überanstrengung
  • Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6: entspannende, ausgleichende und entkrampfende Wirkung

ERGÄNZENDE MITTEL

  • Omega-3-Fettsäuren im optimalen Verhältnis (z.B. Equazen)
  • Vitalstoffpräparate mit Magnesium, Calcium, Zink
  • Omida Hypalin Globuli
  • Spenglersan Mycobacterium comp.-T
  • Schwermetalle ausleiten mit schwefelhaltigen Aminosäuren

TIPPS UND EMPFEHLUNGEN

  • Achten Sie auf ein ausgewogenes Frühstück, welches Eiweiss und komplexe Kohlenhydrate enthält.
  • Meiden Sie phosphathaltige Lebensmittel wie: Wurstwaren, industriell verarbeitetet Lebensmittel, künstliche Farb- und Geschmacksstoffe sowie Süssgetränke.
  • Schauen Sie auf eine regelmässige und sinnvolle Mahlzeiteneinnahme, denn die Kinder verfügen nur über eine begrenzte Reserve an Traubenzucker.

UMGANG MIT HYPERAKTIVEN KINDERN

  • Formulieren Sie kurze und leicht verständliche Sätze
  • Geben Sie klare Strukturen und stellen Sie klare Regeln auf
  • Gezielte Förderung und Unterstützung der Eigenständigkeit vermitteln dem Kind Sicherheit.
  • Beachten Sie: Computer, Fernseher etc. führen zu Reizüberflutung