Die Verstopfung (Obstipation) ist eine Zivilisationskrankheit und gehört heute zu Cholesterin, Bluthochdruck, Fieberblasenden häufigsten Beschwerden in der westlichen Industrieländern. Hauptsächlich leiden Frauen und ältere Menschen an Verstopfung.

Von einer Verstopfung spricht man wenn es seltener als dreimal pro Woche zum Stuhlgang kommt. Als normal kann in Hinblick auf die Darmentleerung eine Frequenz von dreimal täglich bis dreimal wöchentlich gelten. Von einer chronischen Verstopfung spricht man aus medizinscher Sicht, wenn über mehr als 3 Monate der Stuhlgang regelmässig 4 Tage aneinander ausbleibt und beim Toilettengang starkes Pressen erforderlich ist.

Die häufigste Ursache für eine Verstopfung ist eine Ernährung mit zu viel Fett und Zucker und zu wenig Ballast- und Quellstoffen sowie eine zu geringe Trinkmenge. Auch Hektik und Stress – „keine Zeit aufs WC zu gehen“ – und Bewegungsmangel haben lähmende Auswirkungen auf den Darm. Medikamente können ebenfalls Verstopfungen als Begleiterscheinung hervorrufen.

Neben der Abnahme der Stuhlfrequenz sind auch harter Stuhl und starkes Pressen bei der Darmentleerung Symptome einer Verstopfung. Es ist auch möglich, dass das Gefühl aufkommt, dass der Darm nicht vollständig entleert wird. Meistens ist eine Verstopfung verbunden mit Blähungen und Unwohlsein.

HEILPFLANZEN

  • Flohsamen/ Leinsamen: quellend, schleimbildend
  • Löwenzahn: regt die Verdauungssäfte an und entschlackt
  • Sennesschoten: wirkt abführend
  • Fenchel: entblähend und entkrampfend
  • Süssholz: entzündungshemmend und krampflösend

SPAGYRIK

  • Carduus marianus(Mariendiestel): Anregung der Leberfunktionen
  • Bryonia (Zaunrübe): bei hartem, trockenem Stuhl
  • Hydrastis (kanad. Gelbwurz): entzündlich mit schleimigem Stuhl
  • Nux vomica (Brechnuss): regt die Verdauungsorgane an
  • Rosa damascena (Damascenerrose): bei allgemeiner Darmschwäche

BIOCHEMIE NACH DR. SCHÜSSLER

  • Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12: steigert Mikrodurchblutung in der Darmwand
  • Nr. 6 Kalium sulfuricum D6: unterstützt die Leberfunktion
  • Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6: entspannt und entkrampft
  • Nr. 8 Natrium chloratum D6: reguliert den Flüssigkeitshaushalt
  • Nr. 9 Natrium phosphoricum D6: reguliert den Fettstoffwechsel, unterstützt den Abbau von Zucker und wirkt entsäuernd;
  • Nr. 10 Natrium sulfuricum D6: unterstützt die Ausscheidung, „schüsslerische Müllabfuhr“

WEITERE MITTEL

  • Bitterstoffe regen die Verdauungssäfte an
  • eine Darmsanierung bringt die Darmflora ins Gleichgewicht
  • Biotta Digest kurbelt die Verdauung an
  • (synthetische) Ballaststoffe und Quellmittel regen die Darmtätigkeit an
  • warme Bettflasche entspannt die Bauchdecke
  • Leberwickel

TIPPS UND EMPFEHLUNGEN

  • Achten Sie auf eine ballaststoffreiche Ernährung mit Vollkornprodukten, viel Obst, Gemüse und Salat
  • Trinken Sie viel, vor allem stilles Wasser und Kräutertee
  • Nehmen Sie Ihre Mahlzeiten in Ruhe ein und kauen Sie gut
  • Planen Sie morgens genügend Zeit für das Frühstück und den Gang zur Toilette ein
  • Regelmässige Bewegung und sportliche Betätigung bringen den Darm wieder in Schwung
  • Eine langsame, im Uhrzeigersinn kreisende Bauchmassage rund um den Bauchnabel übt eine sanfte Anregung auf den Darm aus
  • Stressabbau hilft besser verdauen! Entspannen Sie sich mithilfe guter Musik, einem heissen Bad, einem Abendspaziergang oder Entspannungs- und Atemtechniken